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| Italien | |
| 365 km | |
| 16-Paesse-Tour_mit_Sellarunde_Dolomiten.gpx Wir stellen den GPX-Download immer als Track (die „komplette Linie”) statt als Route (nur einzelne Wegpunkte) bereit. So wird vermieden, dass der Routing-Algorithmus deines Navis ungewollt die Strecke ändert oder diese mit langweiligen Straßen „optimiert” . | |
Du kommst auf deiner Motorradreise durch die Alpen? Süditalien oder Sardinien locken schon, du hast eigentlich gar keine Zeit für zusätzliche Fahrtage, aber an den Dolomiten kann man ja auch nicht einfach so vorbeifahren? Richtig! Und das hier ist dann deine Tour. Notfalls - also mit richtig frühem Aufstehen, sportlichem Anspruch und ohne „Trödelei” - ist die Runde auch an einem Tag zu schaffen. Das ist aber keine wirklich gute Idee, denn trotz des konzentrierten Fahrspaßes auf kurvenreichen Passstraßen wirst du dort eben auch von atemberaubenden Berglandschaften, spektakulären Ausblicken und der einen oder anderen Berghütte abgelenkt werden ;-) . Nicht ohne Grund gehören die Dolomiten zu den beliebtesten Motorradrevieren Europas, hinter jeder Kurve gibt es ein neues großartiges Panorama zu bestaunen. Plane also besser zwei oder wenigstens 1,5 Tage für diese Motorradtour in den Dolomiten ein. Die Idee hinter der Planung ist, z.B. von Meran oder Bozen aus kommend, die 16-Pässe-Tour zunächst in Richtung Süden zu beginnen und dann gegen den Uhrzeigersinn von Pass zu Pass der „Sellarunde” entgegenzufahren. Im Prinzip ist der Startpunkt aber auch egal, du kannst natürlich an beliebiger Stelle in diesen Rundkurs einsteigen. Tipp: Lege die Übernachtung auf jeden Fall so, dass du früh morgens direkt die Sellarunde fahren kannst und so dem ärgsten Verkehr entgehst! Die Sellarunde mit dem MotorradDie Sellarunde (Sella Ronda) ist der absolute Dolomiten-Klassiker und eine der beliebtesten Motorradrouten in den Dolomiten. Sie kombiniert die vier eindrucksvollen Dolomitenpässe Campolongopass, Pordoijoch, das Sellajoch und das Grödner Joch in einem ca. 50 km langen Rundkurs um das Sellamassiv und ist natürlich auch ein wichtiger Teil unserer 16-Pässe-Tour. Während der Hochsaison herrscht auf den Straßen jedoch reger Verkehr, wodurch der Fahrgenuss schnell leidet. Wer dem dichten Ausflugs- und Reisebusverkehr entgehen möchte, sollte die Wochenenden meiden und die Pässe vorzugsweise in den frühen Morgenstunden oder den späten Nachmittag einplanen. Sellarunde: In welcher Richtung fahren, wie in die Tour einbinden?Als der landschaftlich und fahrerisch schönste Teil der Sellarunde gilt in der Motorrad-Community ganz klar die Kombination aus Sellajoch und Pordoijoch. Die imposante Kulisse der Sella-Türme (Torri del Sella) ist ein optisches Highlight und das Pordoijoch ist ein Kurventraum mit 60 unglaublich geschmeidigen Kehren. Der Campolongo-Pass ist der niedrigste der vier Pässe und bietet deshalb etwas weniger von der spektakulären hochalpinen Kulisse, die das Pordoijoch, das Sellajoch und auch das ebenfalls wunderschöne Grödner Joch so besonders machen. Aber unscheinbar bedeutet keinesfalls reizlos und aus landschaftlicher Sicht ist auch dieser Teil der Sella Ronda jeden gefahrenen Kilometer wert. Wenn du Zeitdruck hast, dann musst du dich auf unserer 16-Pässe-Tour wohl leider für eine Seite entscheiden: Also entweder Grödner- und Sellajoch oder die andere Achse mit dem Campolongopass und Pordoijoch wählen. Anstatt damit dann aber auch entweder auf das Sellajoch oder auf das Pordoijoch zu verzichten, mach es doch einfach so: Aus Richtung Cortina d’Ampezzo kommend fährst du die Sellarunde im Uhrzeigersinnn. Du beginnst also der Ostseite mit dem Campolongo-Pass, fährst über das Pordoijoch im Süden und das Sellajoch im Westen. Statt dann weiter im Kreis zu fahren, wendest du am Grödner Joch und fährst ein Teilstück der Route wieder zurück. Mit diesem Tipp fährst du zwar eine ca. 20 km lange Strecke doppelt, musst dich aber nicht entscheiden und kannst das Sellajoch sogar einmal aus jeder Richtung kommend genießen! Die 16 Dolomitenpässe dieser Motorradtour in ihrer Reihenfolge
Tipp zur ErweiterungDu bist eigentlich auf der Suche nach einem Routenvorschlag für eine längere Motorradreise durch die Alpen? Die 16-Pässe-Tour in den Dolomiten lässt sich z.B. wunderbar mit der ca. 1.500 km langen Reiseroute → Vom Königssee in die Dolomiten - Rundreise durch die Alpen kombinieren. Damit hättest du dann weitere großartige Highlights wie das Stilfser Joch (Passo dello Stelvio), das Timmelsjoch (Passo del Rombo), die Ötztaler Gletscherstraße und Großglockner Hochalpenstraße in deine Alpentour integriert. Die Sellapässe - großes Kino oder Verkehrshölle im Quadrat?Ein Gastkommentar von Torsten Thimm, Redakteur beim → TT MotorBike Blog Ich kann’s verstehen. Ehrlich. Und auch die Einheimischen... Heute auf dem Weg zurück aus den Dolomiten Richtung Österreich hatte ich auf dem Bike einen dieser lichten Momente. “Torsten, ob das wirklich eine gute Idee war, Teile der Sellaronda mit in die Tour einzubauen?” dachte ich noch. Nun ja, die Antwort ließ nicht lange auf sich warten. Canazei die Verkehrshölle im Quadrat. Landschaftlich allerdings war es wie immer ganz großes Kino. Die Berge schaffen es jedes Mal, mich komplett einzufangen. Nur dumm, dass gefühlt halb Europa denselben Gedanken hatte und zwar genau heute. Ich erinnere mich noch, früher haben wir die Pässe fast im Vorbeifahren mitgenommen und zwar ohne Rücksicht auf größere Verluste, aber auch immer im Rahmen. Heute sind vielerorts 60 km/h das Maximum. Wobei selbst das schon sehr optimistisch ist. Denn wenn sich Wohnmobile, Reisebusse, Semi-Rennradprofis, E-Bike Amateure, Motorräder, Cabriofahrer, Wanderer und vermutlich noch zwei bis sieben Alpakas gleichzeitig über den Pass bewegen, wird aus einer Traumstraße schnell ein rollendes Missverständnis in Sachen Völkerverständigung. Und wisst ihr was? Ich kann sie alle, wirklich jeden einzelnen davon verstehen. Ok bis auf die Alpakas. Der Motorradfahrer will Kurven. Der Radfahrer will den Pass aus eigener Kraft bezwingen. Die Autofahrer und Womopiloten wollen diese unfassbare Aussicht genießen. Und jeder hat für sich genommen vollkommen recht. Das Problem ist nur, dass alle gefühlt zur gleichen Zeit dieselbe geniale Idee hatten. Manchmal habe ich allerdings dabei das Gefühl, das Rücksicht unterwegs irgendwo in einer Spitzkehre liegen geblieben ist. Dabei würde genau die dafür sorgen, dass am Ende alle mit einem Lächeln ankommen. Bei mir war es heute übrigens der KTM Fahrer mit junger Sozia, der seiner Tochter (ich nehm es mal an) zeigen wollte, wie toll ein Mann mit 50 sein kann. Doch zum Glück gibt es sie noch, diese kleinen Momente. Ein freundliches Winken eines Rennradlers, HEY „Zeit für ein Foto prego“ oder jemand, der freiwillig Platz macht, ein kurzes Danke, ein Gruß. Dann ist plötzlich völlig egal, ob das Kennzeichen aus Deutschland, Italien, Österreich oder sonst woher kommt. Denn genau solche Begegnungen und Gespräche machen für mich das Reisen aus. Ja und ich? Ich werde beim nächsten Mal wahrscheinlich wieder sagen: “Torsten, fahr bloß nicht über die Sellapässe.” Um zwei Minuten später Calimoto zu öffnen und genau dort wieder die Route entlangzulegen. Manche lernen es eben nie. Und das ist auch ganz gut so, denn wo kämen wir hin, wenn wir nie losführen. | |