Top oder Flop? Motorradfahren in Schottland
In den schottischen Highlands erwarten dich schmale, kurvenreiche und herrlich hügelige Nebenstraßen durch eindrucksvolle Landschaften. Wenn dir beim Reisen vor allem Land(-schaft) & Leute wichtig sind, dann wirst du glücklich und zufrieden nach Hause kommen! Dir geht es aber in erster Linie um einen sportlich orientierten Fahrspaß mit deinem Motorrad? Dann ist Schottland wahrscheinlich eher nicht so dein Ding, denn in die schönsten Gegenden führen meist einspurige „Single track roads“. Vom „So-Lala-Zustand“ der schmalen Straßen mal abgesehen muss man hier bei Gegenverkehr auch in Ausweichbuchten warten, damit dieser passieren kann. Oft hast du auch langsame Wohnmobile etc. vor dir, deren Wagenlenker über viele Kilometer nicht auf die Idee kommen, den Stau hinter sich an den „Passing places“ einfach mal nett überholen zu lassen. Das unterbricht den Flow, das trübt den Fahrspaß, das kostet Zeit. Der eine wird diese schmalen Straßen dennoch lieben, den Verkehr ausblenden und in die vorbeiziehende Landschaft eintauchen. Der andere jedoch bekommt zunehmend einen „dicken Hals“ und wird eher genervt, als begeistert sein. Keinesfalls will ich dir eine Schottlandreise mit dem Motorrad ausreden! Aber überlege gut, mit wem du fahren kannst, damit die Interessen unterwegs nicht kollidieren.
Dies und das
- Anreise: Wir können wir die → DFDS-Fähre Ijmuiden / Amsterdam → Newcastle empfehlen. Sie fährt ca. 16 h über Nacht, man kommt ausgeschlafen an und erreicht nur wenige Stunden später die schottische Grenze. Es gibt ein überraschend gutes Buffet und Livemusik zum Abend, vorab buchen ist günstiger als an Bord.
- Du brauchst seit dem Brexit einen Reisepass zur Einreise, der Ausweis reicht nicht mehr.
- Linksverkehr ist nur halb so wild, als man es sich vorher ausmalt. Nach der Fähre kommen direkt etliche Kreisverkehre, wo du zum Üben einfach nur jemandem hinterherfahren musst. Bis zum Ortsausgang von Newcastle hat man es dann eigentlich auch schon begriffen ;-). Natürlich muss man sich mehr konzentrieren als sonst. Tipp: Ich habe mir einfach einen roten Klebepfeil innen auf das Windschild geklebt, um die richtige „Ausweichseite“ zu markieren. Vor allem für Gegenden mit weniger Verkehr war das war super hilfreich.
- Whiskey und Schottland - diese Verbindung ist ja soweit klar. Um auch in die Welt der schottischen Biere einzutauchen, ist schon die eine oder andere Brauerei Teil der Tour. Wenn du mehr willst, hilft z.B. die → Craft Beer Map auf visitscotland.com
- Tipp: Termine der Highland Games checken! Diese finden von Mai bis September in ganz Schottland verteilt statt, vielleicht passt ja ein Termin in die Tour. → scotlandwelcomesyou.com/scottish-highland-games/
Zeitplan für deine Motorradreise
Die Aufteilung der Tracks ist in der Vorplanung absolut willkürlich erfolgt. Das sollen keine Tagesetappen sein! Die Tagesziele und Übernachtungen ergeben sich bei uns immer nach Lust und Laune unterwegs - teile den Tourplan also auf, wie du magst.
Schottland Infos Track 1
- Diese Schottland-Tour beginnt mit einem „Umweg“ über kleinere Nebenstraßen Richtung Moffat. Die A 708 (? Wanderung zum 60 Meter Wasserfall Grey Mare's Tail) und auch die A 701 Beeftub Road (? Stopp an der Senke Devil's Beeftub) sind auch bei Einheimischen sehr beliebte Motorradstrecken. Es ist eine wirklich schöne Route durch die südschottische Landschaft, aber auch kein „Muss“. Wenn du Zeitdruck hast, dann nimm einen schnelleren Weg in die Highlands.
- ? Stirling Castle: ehemaliger Königspalast aus dem 12. Jhd. auf einem hohen Felsen.
- Wallace Monument: sehenswerter viktorianischer Steinturm zum Gedenken an den schottischen Unabhängigkeitshelden William Wallace. Für den Aufstieg in Motorradkombi wirst du mit einer tollen Aussicht entschädigt! → Maps
- „Ihr habt keinen Arm mehr!“ - „Wer sagt das?“ - „Na kratz dich mal!“ Hast du dich auch über Monty Pythons „Die Ritter der Kokosnuss“ scheckig gelacht? Das Doune Castle war im Film die Burg von Guy de Lombard. Hier wurden der trojanische Hase hineingeschmuggelt und reihenweise Kühe über die Mauer katapultiert. ;-) → Maps
Infos Track 2
- Trossachs National Park nördlich von Glasgow - der Dukes Pass führt als kurvenreiche Straße durch den NP.
- ? Three Lochs Forest Drive: schöne Rundstrecke durch die Natur, geöffnet von März bis Oktober. → Infos
- Burgruine Kilchurn Castle aus dem 15. Jhd. am Loch Awe. Fototipp: Fahr zum Panorama Viewpoint auf der anderen Seeseite und geh zum Ufer runter. → Maps
- Glen Coe gilt allgemein als das schönste Tal in den schottischen Highlands, viele Aussichtspunkte entlang der Straße. → Maps
- Pflicht: ein Abstecher von der A82 in Richtung Loch Etive. Die schmale Single track road windet sich romantisch durch das Glen Etive und selbst wenn du bisher nie dort warst, kennst du diese einsame Straße bereits: James Bond stand hier vor seinem Aston Martin und blickte auf Skyfall in der Ferne. [→ Maps](→ Maps)
- Die Runde um Loch Leven auf der B863 ab Glencoe ist eine schöne Motorradstrecke.
- Glen Nevis: Tal am Fuße von Schottlands höchstem Berg Ben Nevis (1.345 m) im Herzen der Highlands; Single-Track-Road ins Tal, beeindruckende Landschaft und beliebtes Wandergebiet – Drehort des Dorfes von William Wallace in Braveheart.
- Der Jacobite Steam Train - so heißt Harry Potters Hogwarts Express in Wirklichkeit - fährt im Sommer zweimal täglich von Fort William nach Mallaig und die Fahrt ist auch ohne den Potter-Hype ein zauberhaftes Erlebnis. Highlight der Strecke ist das 380m lange Glenfinnan-Viadukt, welches du zusammen mit dem Glenfinnan Monument am Loch Shiel aber auch ohne Zugfahrt an der A830 anschauen kannst. → Maps
- Am Ende der A830 könnte man mit der Fähre nach Skye übersetzen. Wir haben jedoch umgedreht und den Landweg genommen (siehe dazu Track 3).
- ? Tipp für Craftbeer-Freunde: Spean Brewing Co. in Spean Bridge. → Maps
- Eilean Donan Castle: kurz vor der Isle of Skye an der A87 gelegen und wohl DIE bekannteste Burg Schottlands; ursprünglich aus dem 13. Jahrhundert, komplett restauriert und fotogen auf einer Insel mit Steinbrücke. Beliebter Touristenmagnet und Filmkulisse u. a. aus Highlander, Braveheart, Rob Roy und James Bond. Der Clan der McLeods residierte in Wirklichkeit im Dunvegan Castle auf Skye. → Maps
Infos Track 3 - Isle of Skye
Mit der Fähre oder über die Brücke auf die Isle of Skye? Nach dem Stopp am Glenfinnan-Viadukt könnte man die A830 noch ein Stück weiter fahren und von Mallaig in ca. 30 Minuten nach Armadale auf Skye übersetzen. Das wäre der schnellere Weg. Im Unterschied zu Norwegen, wo man sich an Inlandsfähren einfach anstellt und dann mitgenommen wird, kann man in Schottland nicht ganz so planlos vorgehen. Bei uns waren Ende August jedenfalls alle Abfahrten des Tages ausgebucht und so mussten wir wieder zurück, um den Landweg über die Skye Bridge zu nehmen. Was am Fähranleger noch nach einem total ärgerlichen Umweg mit 3 Stunden Zeitverlust aussah, wurde mehr und mehr zur glücklichen Fügung! Die Route über die A82 und A87 ist eine wunderschöne Strecke, wir würden beim nächsten Mal wieder so fahren!
- Es gibt nur zwei Whisky-Brennereien auf Skye - die Torabhaig Distillery in Teangue und Talisker in Carbost. Die 1830 gegründete Talisker Brennerei ist wohl weltbekannt, gehört heute zum Diageo-Getränkekonzern und veranstaltet vor Ort auch ein nettes, von Markenberatern durchgestyltes, Besuchserlebnis für die Gäste. Irgendwie viel sympathischer ist aber die weniger bekannte Torabhaig Distillery des unabhängigen Abfüllers Mossburn Distillers. Torabhaig wurde mit sichtbar viel Herzblut in schöner Lage aus den Ruinen einer alten Farm errichtet. Die Produktion startete 2017 und 3 Jahre später wurde dann der erste Single Malt abgefüllt - ein Skye-Whisky, den du nicht an jeder Ecke bekommen kannst. → Maps
- Schöner Abstecher auf schmaler Straße nach Elgol: Ruine der Church of Kilchrist (Cill Chriosd) → Maps
- Eas a’ Bhradain: schöner Wasserfall direkt an der A87, netter Pausenstopp. → Maps
- Sligachan Old Bridge: Super fotogene alte Steinbrücke vor der Bergkulisse der Black Cuillin Mountains, direkt am Abzweig der A87 → A863. → Maps
- Cuillin Brewery: Das Sligachan Hotel gleich gegenüber der Brücke hat eine eigene kleine Brauerei! Es gibt sicher schlechtere Orte für eine Übernachtung. ;-) Wer sich lieber den Midges zum Fraß vorwirft findet Sligachan Camping gleich gegenüber auf der anderen Straßenseite.
- Glenbrittle & Fairy Pools: Lohnenswerter Abstecher über eine Single-Track-Road zu den Wasserfallkaskaden der Fairy Pools. Der Fahrspaß wird aber durch viele Touristen auf der Straße getrübt. → Maps
- Talisker Destillery in Carbost
- Neist Point Lighthouse / Neist Cliff: eine wirklich imposante Landzunge mit weißem Leuchtturm - Postkartenmotiv mit zerklüfteter Steilküste am westlichen Ende der Isle of Skye. Du kannst bis zum Leuchtturm wandern oder einfach nur die Aussicht vom Beginn der Halbinsel aus genießen. Man sieht die Äußeren Hebriden auf der anderen Seite der Meerenge. → Maps
- Dunvegan Castle: Stammsitz des MacLeod-Clans aus dem 13. Jahrhundert mit schönem Garten – das älteste durchgehend bewohnte Schloss Schottlands. → Maps
- Ruine der St. Mary‘s Church, Grabsteine einiger Clan-Häuptlinge der McLeods
- The Fairy Glen: Ein großer Felsen (Castle Ewen) bewacht die bezaubernde Hügellandschaft im Tal der Feen. Man kann man Fairy Glen wohl am besten als das „schottische Auenland“ beschreiben. Mach dir die Mühe und klettere auf einen der größeren Hügel! → Maps
- The Isle Of Skye Brewing Company am Pier in Uig: Aus einer „Schnapsidee“ unter Freunden wegen des schlechten Bieres im Pub ist eine Kleinbrauerei mit einem tollen Angebot an verschiedenen handwerklich gebrauten Bieren entstanden. Netter Laden, der kleine Abstecher lohnt sich. → Maps
- Sollte man auf der A855 weiter außen um die Trotternish-Halbinsel fahren oder auf der Passstraße Quiraing Road einmal quer durch? Mach kein Entweder-oder daraus! Es sind beides herrliche Stecken und du musst sie beide fahren. Spar die Zeit woanders ein ;)!
- ? The Skye Museum of Island Life, Grave of Flora MacDonald
- The Quiraing / Quiraing Viewpoint: großartiges Panorama mit teils bizarren Felsformationen - ein landschaftliches Highlight der Isle of Skye. → Maps
- ? Kurzer Abstecher zum An Corran Beach & Staffin Harbour
- Kilt Rock & Mealt Falls Viewpoint: Aussichtsplattform an der Steilküste mit Blick auf den kiltähnlichen Basaltfelsen und den Mealt-Wasserfall. → Maps
- ? Rubha nam Brathairean (Brothers' Point): kurze Wanderung zu einer sehenswerten Landzunge; bei Ebbe sind Dinosaurier-Fußabdrücke zu sehen.
- Tobhta Uachdrach / Rigg Viewpoint: Einmal mehr ein Pausenplatz mit tollem Panoramablick. → Maps
- Old Man of Storr ist mit 48 Metern die höchste Felsnadel in einer Gruppe von Basaltfelsen, der Aufstieg dauert ca. 1 h. Eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Isle of Skye. → Maps
- ? Autofähre Glenachulish von Skye nach Glenelg: Wir haben Skye auf unserer Reise zwar wieder über die Brücke verlassen, aber den Tipp mit dieser kleinen Fähre lass ich als spannende Alternative mal in der Liste. Technische Besonderheit: Sie legt seitlich an und hat dazu ein drehbares Fahrzeugdeck für bis zu 6 PKW. → Maps
Infos Track 4
- Bealach na Bà (Pass of the Cattle): Single-Track-Road über Schottlands höchsten Bergpass mit Aussichtspunkt auf dem Pass – eine der schönsten Panoramastraßen des Landes. → Maps
- Corrieshalloch Gorge National Nature Reserve mit den Falls of Measach: bis zu 60 m tiefe, schmale Schlucht mit schöner Aussicht auf den Wasserfall von der Hängebrücke. → Maps
- Ullapool: Hafenstadt mit rund 1.500 Einwohnern und die größte Siedlung der nordwestlichen Highlands.
- ? Bone Caves im Tal des Allt nan Uamh: Ca. 2 km Wanderung vom Parkplatz zu den Höhlen mit schöner Aussicht.
- Ardvreck Castle und Calda House: Eindrucksvolle, fotogene Burgruinen direkt an der A837. → Maps
- Kyle of Durness / Kyle of Durness Viewpoint: ein besonders schöner Ort für eine Pause.
- Balnakeil Church / Balnakeil Beach: mystische Kirchenruine mit altem Friedhof am Meer, schöner Sandstrand und verlassenes „Geisterdorf“ – der kleine Abstecher lohnt sich. → Maps
Infos Track 5
Die North Coast 500 oder kurz NC 500 ist eine 830 km lange Touristenstraße, welche ab Inverness im Rundkurs entlang der Nordküste Schottlands verläuft. Wir mussten auf unserer Reise durch das Landesinnere abkürzen, ohne Zeitdruck im Nacken wären wir natürlich lieber die ganze NC 500 - also weiter bis John o’ Groats und dann bis Inverness die Ostküste runter - gefahren. Nun ja, so haben wir jetzt einen guten Grund, bald wiederzukommen ;-)! → www.northcoast500.com
- Sango Sands: „karibischer“ Sandstrand bei Durness an der Nordküste, mit hölzerner Aussichtsplattform und Campingplatz.
- Smoo Cave: beeindruckende, vom Wasser geformte Höhle mit Wasserfall. → Maps
- Wasserfall Falls of Shin: mehrere Aussichtsplattformen am Fluss, mit etwas Geduld kann man Lachse springen sehen! → Maps
- Cromarty Brewing Company: Füll deine Biervorräte keinesfalls mit 0815-Ware im Supermarkt auf, halte hier an! Cromarty Brewing ist eine kleine Familienbrauerei auf der Black Isle Halbinsel mit teils preisgekrönten Bieren, welche du auch vor Ort im kleinen Shop kaufen kannst. Super nette Leute! → Maps
- Delfine am Chanonry Point / Moray Firth: Der Strand am Chanonry Lighthouse bei Fortrose soll ein guter Ort zur Delfinbeobachtung sein. Diesen Tipp haben wir leider erst nach unserer Reise gelesen und ergänzt, damit du nicht auch vorbeifährst. Schreib uns, wie es war ;-)!
- Black Isle Brewing Company: Noch eine kleine Craftbeer-Brauerei auf der Black Isle, gute Auswahl an Bio-Bieren im Brauerei-Shop. Unser Stauraum war schon mit Cromarty-Bieren voll, Black Isle Brewing bleibt für's nächste Mal auf der Liste. → Maps
- Inverness: Hauptstadt der Highlands und Tor in den Norden Schottlands.
- ? Loch Ness: Wer unbedingt selbst nach Nessie Ausschau gehalten haben muss, der plant hier einen Abstecher auf der A82 zum Loch Ness ein. Wir sind wegen des erwartbaren Touristenrummels vorbeigefahren.
- ? Culloden Battlefield: Hier endete die letzte große Feldschlacht auf britischem Boden am 16. April 1746 mit einem Sieg der englischen Regierungstruppen über die aufständischen Jakobiten, welche den schottischen und englischen Thron für den Clan der Stuarts zurückzugewinnen versuchten.
- Elgin Cathedral: Sehenswerte Kirchenruine, einst die zweitgrößte Kathedrale in Schottland. → Maps
- Speyside Cooperage: die einzige aktive Böttcherei Schottlands, in der Whiskyfässer hergestellt und repariert werden. Führungen sollten besser vorab gebucht werden; wir hatten kein Spontanglück und ohne Tour gibt es außer dem Café nicht allzu viel zu sehen. → Maps
- The Balvenie Distillery in Dufftown: 1892 von William J. Grant gegründet, eine der besonders oft empfohlenen Brennereien für Führungen – unbedingt vorab reservieren. → Maps
- Etwa 500 m entfernt findest du auch die Glenfiddich Distillery, welche ebenfalls von William Grant gegründet wurde und noch heute im Besitz der Gründerfamilie Grant ist. Glenfiddich 12 Jahre ist der meistverkaufte Single-Malt-Whisky der Welt.
Infos Track 6
- ? Balvenie Castle: Burgruine bei Dufftown, sie zählt zu den ältesten steinernen Burgen in Schottland.
- ? Portgordon Beach: Mit etwas Glück kann man am Strand von Portgordon Robben sehen.
- Bow Fiddle Rock bei Portknockie: markanter natürlicher Felsbogen im Meer, spektakuläre Küstenlandschaft und kurzer, lohnender Abstecher. → Maps
- Crovie Village: Das ehem. Fischerdorf aus dem 18. Jhd. besteht nur aus einer einzelnen Häuserreiche am Meer, die sich eindrucksvoll an die steilen Klippen schmiegt. Eine schmale Straße mit 17 % Steigung führt an der Steilküste bis ins Dorf hinunter, die beste Aussicht und eine Parkmöglichkeiten ohne die Bewohner zu nerven hast du von oben. → Maps
- Cullykhan Beach: schöner Strand mit Felsenpools und Höhlen; tolle Aussicht vom Gelände des ehemaligen Cullykhan Fort (nur wenige Reste) auf die Küstenlandschaft und das gegenüberliegende Fischerdorf Pennan, das ähnlich wie Crovie auf einem schmalen Küstenstreifen zwischen Klippen und Meer liegt. → Maps
- Rattray Head Lighthouse abgelegener, kaum besuchter Strand mit einem kleinem Leuchtturm, der fotogen im Meer steht. Angeblich soll man Robben sehen können, wir hatten jedoch kein Glück. Zufahrt über teils unbefestigte Feldwege. → Maps
- BrewDog DogTap in Ellon: Weil sie industriell gebraute Massenware satt hatten, gründeten zwei Freunde 2007 eine eigene Brauerei für kreativ und handwerklich gebrautes Bier. Dank Craftbeer-Welle und Community-Finanzierungsmodell „Equity for Punks“ war die Zeit, in der die Gründer Handabfüllungen aus dem Kofferraum heraus verkauften, auch schnell vorbei. BrewDog entwickelte sich zu Schottlands größter unabhängiger Brauerei und hat heute mehrere Brauereien weltweit. Mit dem „Punk IPA“ fing diese Erfolgsgeschichte an und der Stopp auf ein Solches im BrewDog-Hauptquartier gehört zumindest für Bierfreunde zum Pflichtprogramm. Slàinte! → Maps
- Dunnottar Castle südlich von Aberdeen am Meer: besonders eindrucksvolle Festungsruine mit bewegter Geschichte in atemberaubender Lage auf den Klippen → Maps
- Balmoral Castle: Sommerresidenz und privates Eigentum der ehem. britischen Königin Königin Elisabeth II. Gleich nebenan findest du die Royal Lochnagar Distillery.
- ? Braemar Castle: ungewöhnliche Burg mit sternförmiger Ringmauer.
- Brennereien in Pitlochry:
- Edradour Distillery: eine besonders schöne traditionelle Whisky-Brennerei, wir standen leider vor verschlossenen Toren; Führungen mit anschließender Verkostung. → Maps
- Blair Athol Distillery: ebenfalls schöne Whiskybrennerei in historischen, denkmalgeschützten Gebäuden; heute Teil des Diageo-Konzerns (z.B. Bell's, Johnnie Walker, Talisker, Dalwhinnie, Glenkinchie).
Infos Track 7
- ? The Kelpies: zwei 30 m hohe Pferdekopf-Skulpturen aus Stahl in einer futuristischen Parkanlage; abends eindrucksvoll beleuchtet. → Maps
- Falkirk Wheel: spektakuläres, einem Riesenrad ähnliches und technisch wohl einmaliges Schiffshebewerk. → Maps
- Linlithgow Palace: majestätische Ruinen eines königlichen Palasts am Linlithgow Loch, 1746 durch Feuer stark beschädigt (u. a. Outlander-Drehort); im Hotel Court Residence in Linlithgow übernachtet man in einem ehemaligen Gefängnis – auch nicht alltäglich.
- Eisenbahnbrücke Forth Bridge: Drei Brücken führen bei Edinburgh nah beieinander über den Firth of Forth. Fraglos die schönste ist die 1890 eröffnete rote Eisenbahnbrücke; vom North Queensferry Light Tower aus hast du einen schönen Blick auf dieses Weltkulturerbe. → Maps
- Edinburgh: schottische Hauptstadt mit dem Edinburgh Castle (Festung aus dem 11. Jh., One O’Clock Gun, Stone of Scone), der St Giles’ Cathedral und dem Calton Hill als Aussichtspunkt. Die Altstadt mit ihren engen Gassen ist geprägt von historischen Gebäuden und zahlreichen traditionellen Pubs.
- Rosslyn Chapel bei Edinburgh: eine der eindrucksvollsten Kirchen Schottlands im gotischen Stil aus dem 15. Jh. mit bewegter Geschichte und stark verzierten Steinmetzarbeiten. Weltbekannt ist die Rosslyn-Kapelle durch die Verfilmung von Dan Browns „Der da Vinci Code - Sakrileg“ mit Tom Hanks. Da die Krypta versiegelt wurde und nicht mehr zugänglich ist, kursieren auch im richtigen Leben wilde Spekulationen und Gerüchte darüber, was sich neben den Gräbern der Ritter der Familie Sinclair darin noch verbergen könnte. → Maps
- Klosterruinen Melrose Abbey, Jedburgh Abbey und Dryburgh Abbey aus dem 12. Jhd: die Klöster in den Borders - dem Grenzgebiet zwischen England und Schottland - wurden in diversen Konflikten über die Jahrhunderte gleich mehrfach verwüstet.
- ? Abseits der Route: Die Überreste des Hadrianswalls ziehen sich auf der Höhe von Newcastle einmal quer durch England; römisches Grenzbefestigungssystem aus dem 2. Jhd.
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